SKZ reloaded

Wie alle schon den Medienberichten – gerade hier auf kath.ch – entnehmen konnten, steht auf den Jahreswechsel die schon länger fällige und in einer breit zusammengesetzten Expertengruppe während fast zwei Jahren geplante Neugestaltung der SKZ, der Schweizerischen Katholischen Kirchenzeitung, bevor. Eine sogenannte Null-Nummer, verantwortet von der neuen Redaktion (neu nicht mehr eine Einzelkämpfer-Stelle, sondern ein Redaktionsteam mit drei Mitgliedern), soll breit gestreut verteilt werden, und es sollen von Anbeginn an neue Abonnenten/innen gefunden werden, um die materielle Basis der Zeitschrift zu stärken.

Der hier Schreibende – wie auch den Presse-Berichten zu entnehmen war – ist von der DOK zum Präsidenten der ebenfalls neu zusammengesetzten Redaktionskommission gewählt worden. Er nimmt dieses Amt und diesen Auftrag mit gebührendem Respekt an, weiss er doch, dass er in dieser Position eine ganz andere Rolle wahrzunehmen hat als etwa in seinen Funktionen als Prediger, als Religionslehrer oder als Blogger. Die neue SKZ soll – so wurde dies in der Expertengruppe gleich zu Beginn festgelegt – ein authentisches Abbild der ganzen katholischen Schweizer Kirchenlandschaft sein, es sollen alle möglichen Positionen und theologisch-ekklesiologischen Grundhaltungen Platz haben, ja es soll auch kontradiktorischer zugehen dürfen als bisher, etwa mit These und Antithese zu einem Thema, etwa mit dem Abdruck von Leserbriefen.

Ich werde in dieser Funktion darum manchmal Menschen enttäuschen müssen. Würde ich das nicht, wäre ich fehl am Platz. Für was ich einstehen werde: natürlich die Wahrung der in der gesamten westlichen Presse üblichen und auch im Herausgeberstatut unter Punkt 4.2. formulierten wissenschaftlichen und journalistischen Standards sowie der Richtlinien des Schweizer Presserates.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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