Kann die römisch-katholische Kirche Mitglied des in Genf ansässigen ÖRK werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Beratungen während des Treffens des Exekutivausschusses des ÖRK, das vom 27. bis 31. Juli 1964 im bayerischen Tutzing stattfand.
Während die Konzilsbeobachter eine Mitgliedschaft der römisch-katholischen Kirche im ÖRK für nicht realistisch hielten, sah v.a. der schottische reformierte Missionsbischof Lesslie Newbigin (1909-1998) von der ÖRK-Kommission für Weltmission und Evangelisation die Möglichkeit einer solchen Mitgliedschaft durchaus gegeben.
Die diesbezüglichen Diskussionen waren ausgesprochen komplex und zogen sich dementsprechend lange hin – bis weit über das Konzil hinaus. Im Nachgang zum Treffen in Tutzing wurde während der dritten Sitzungsperiode vereinbart, zunächst eine Gemischte Arbeitsgruppe einzurichten, um die Grundlagen künftiger Zusammenarbeit zu klären. Diese «Joint Working Group» traf sich erstmals 1965 in Bossey bei Genf, wo aus Anlass des 40-jährigen Konzilsjubiläums erneut ein Treffen stattfand, um Bilanz zu ziehen und Ausblick zu halten (http://www.oikoumene.org/en/resources/documents/wcc-commissions/joint-working-group-between-the-roman-catholic-church-and-the-wcc/reflections-on-the-joint-working-group-between-the-roman-catholic-church-and-the-wcc-1965-2005).
(mq; vgl. A 5, 578f)
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https://www.blogs-kath.ch/geburtsstunde-der-joint-working-group/