Eine Enzyklika für den Dialog

Dialog, so lautet das Grundwort der Enzyklika Ecclesiam suam, die Papst Paul VI. am 6. August 1964 veröffentlichte. In drei Teilen geht es um das Selbstbewusstsein der Kirche, ihre Erneuerung und den Dialog mit der Welt. Die Partner des Dialogs werden in verschiedenen Kreisen beschrieben: alle Menschen, die Gottgläubigen, die getrennten Christen und die Mitchristen innerhalb der eigenen Kirche.
Zum ersten Kreis heisst es: «Wo immer ein Mensch auf der Suche ist, sich selbst und die Welt zu verstehen, können wir mit ihm gehen. Wo immer Völkerversammlungen stattfinden, um die Rechte und Pflichten des Menschen festzusetzen, ist es eine Ehre für Uns, wenn sie nur damit einverstanden sind, dass Wir daran teilnehmen» (Nr. 97).
Mit den Gottgläubigen will Papst Paul VI. «die gemeinsamen Ideale der Religionsfreiheit, der menschlichen Brüderlichkeit, der Kultur, der sozialen Wohlfahrt, der staatlichen Ordnung fördern und verteidigen» (Nr. 108).
Im Blick auf die getrennten Christen geht Papst Paul VI. auf sein eigenes Amt ein, das ein Hindernis für die Ökumene zu sein scheint. Er erklärt es für unaufgebbar, hält aber fest, dass es «keine Oberhoheit geistlichen Stolzes und menschlicher Herrschsucht schaffen will, sondern einen Primat des Dienens, des Helfens, der Liebe» (Nr. 110).
Innerhalb der katholischen Kirche soll nach Wunsch Pauls VI. «der Dialog … noch eifriger werden, was Themen und Gesprächspartner angeht» (Nr. 116). Zwar habe der Dialog begonnen, doch «bei genauer Betrachtung scheint es, dass die Hauptarbeit erst noch zu leisten ist. Die Arbeit beginnt heute und hört nie auf. Das ist das Gesetz unserer irdischen, zeitlichen Pilgerschaft» (Nr. 117).
(emf; Zitate aus: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Ecclesiam_suam_%28Wortlaut%29)
 

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