Weil die Heiligen Schriften wahrhaft das Wort Gottes enthalten und sind, ist das Studium des heiligen Buches gleichsam «die Seele der Theologie», so formuliert die Offenbarungskonstitution Dei Verbum 24.
Als dieser Text in der Theologischen Kommission diskutiert wird, meldet sich Karl Rahner zu Wort und wendet ein, dass das Studium von Schrift und Tradition nicht nur die Seele der Theologie ist, sondern die ganze Theologie schlechthin. Philips und andere wenden sich gegen diese These, und Daniélou meint, dass Rahner nun doch etwas übertreibe. Lubac stimmt ihm zu und ergänzt in seinem Tagebuch: «und ich kann schlecht erkennen, wie sich das mit der tatsächlichen Theologie von Rahner in Übereinstimmung bringen lässt» (Lu 2,81; vgl. auch Lu 2,83f).
(emf)
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