Am 31. Mai 1964 reiste Henri de Lubac über Turin nach Rom, wo er an dem am 1. Juni beginnenden, mehrtägigen Treffen der Theologischen Kommission teilnahm. Sein ausführlicher Bericht über die während der Arbeitssitzungen geführten Diskussionen enthält relativ wenige persönliche Einschätzungen und Bewertungen. Manchmal kann sich der Jesuit aber eines spitzen Kommentars nicht erwehren. Nachdem etwa am 4. Juni die Sitzung just unterbrochen wurde, als Erzbischof Henríquez die Meinung von Karl Rahner und Yves Congar einholen wollte und nach Wiederaufnahme der Sitzung die Bitte Kardinal Königs um Anhörung Rahners überhört wurde, bemerkt de Lubac: «Wir sagen unter uns im Scherz, dass man nun ein gutes Mittel gefunden habe, die Arbeit der Kommission zu beschleunigen: wenn der Name Rahner oder Congar fällt, ruft Kardinal Ottaviani den nächsten Punkt auf.»
(mq; Lu II,80)
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