Pfingsten steht vor der Tür. Die Vielstimmigkeit des Glaubens findet auch ein Echo in den vielstimmigen Resonanzen auf das Konzil. In den folgenden Tagen kommen Stimmen aus allen Teilen der weltweiten Kirche zu Gehör: Aus Lateinamerika, Asien und Afrika klingen bis heute wichtige Echos auf das Konzil nach.
In einem Gespräch mit einem Journalisten sagte Dom Helder Camara einmal: «Wie ich … schon sagte, zeigen wir erst heute einen gewissen Mut zur Anwendung von Reformen. Wir berühren da etwas, was bekanntlich leider eine der menschlichen Schwächen der Kirche ist: die Verwechslung zwischen der Klugheit des Heiligen Geistes und der des Fleisches, der menschlichen Klugheit. Unter dem Wehen des Heiligen Geistes bringen wir bemerkenswerten Mut zu schönen Texten und grossen Konklusionen auf. Danach aber kommt die Versuchung zur ‹Klugheit›: ‹Man muss Geduld haben …› Und während sich die römischen Kommissionen mit der Reglementierung und Kanalisierung des Lebens beschäftigen, sehen wir, wie die jungen Seminaristen, die jungen Priester, die Laien, das Volk, die christlichen Gemeinschaften vorwärts und viel weiter gehen. Ach, wenn doch diejenigen, die Geduld und Klugheit predigen, eine Reise durch die Welt machen würden! Wie gross wäre ihre Überraschung! Man kann den Heiligen Geist eben nicht konditionieren!»
(Giancarlo Collet)
Konzilsblogteam
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