Zum Internationalen Tag der Mediation (18. Juni 2017)
«Alleine aufgrund seiner Lebenshaltung hat Niklaus von Flüe die wichtigsten Grundprinzipien einer Mediation eingehalten, nämlich vor allem die Neutralität und Allparteilichkeit des Vermittlers, die Vertraulichkeit und die Selbstverantwortlichkeit der Parteien.»
Dies schrieb 2006 die Rechtsanwältin und Mediatorin Sylvia Bütler, die Niklaus von Flüe an modernen Kriterien einer Mediation und den Anforderungen an einen (erfolgreichen) Mediator gemessen hat.
Ihre Feststellungen sind in mehrfacher Hinsicht interessant. Ihr Interesse an Bruder Klaus ist typisch für die heutige Zeit, in der er nicht nur als kirchlich-religiöse und allenfalls als historisch-patriotische Figur wahrgenommen wird, sondern eben auch als Akteur der Zivilgesellschaft. Das eröffnet in mehrfacher Hinsicht neue und spannende Perspektiven.
Niklaus von Flüe bei SWISSINT in Stans
Ich freue mich deshalb sehr, dass ich am kommenden Sonntag aus Anlass des Internationalen Tages der Mediation im SWISSINT der Schweizer Armee in Wil bei Stans, dem Ausbildungszentrum der Schweizer Armee für friedensfördernde Einsätze, als einer von drei Referenten teilnehmen darf. Damit wird die Friedenstat von Niklaus von Flüe von 1481 mitten hinein in die Gegenwart gestellt. Das ist keineswegs selbstverständlich, aber genauso verstehen wir Niklaus von Flüe am besten und so wirkt er bis heute als Vorbild.
Roland Gröbli
Literaturhinweis: Sylvia Buetler, Niklaus von Flüe – Friedensstifter und «Mediator» des 15. Jahrhunderts. Sachseln 2006 [Manuskript].
Zur Veranstaltung: www.tagdermediation.ch/wp/event/internationaler-tag-der-mediation-mit-vortrag-dr-r-groebli-der-erste-mediator-und-weit-mehr/
Bruder Klaus und Gefährten
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant