Das schönste Pfeifkonzert des Jahres

Dies hier ist nichts als eine unseriöse und böse Glosse (vom Produkt her vergleichbar mit Herrn Böhmermanns Schmähgedicht, wenn auch auf etwas edlerem Niveau):

Selten widerfahren Vorkommnisse, bei denen ich nicht anders kann als mich mit grösster (Schaden)Freude und innerer Genugtuung zurückzulehnen und einfach zu geniessen. Solches nun geschah im Berliner Olympiastadion am Samstagabend des 27.Mai. Schwarzgelbe (eine der heimlichen Lieben meiner verflossenen Pubertätszeit, es sei reumütig eingestanden) und rotblauweisse (keine derartigen Gefühle vorhanden, nur Abneigung…) Fans, unterstützt auch vom wohl neutralen Berliner Block, begleiteten das dürftige Singen einer der so genannten «Grossen» der Unterhaltungsmusik mit einem achtminütigen gellenden Pfeifkonzert. Sie taten ihren Unwillen kund ob der unnötigen Amerikanisierung der europäischen Sportkultur und ob der musikalischen Darbietung, die im ehemaligen Stadl an besserem Orte gewesen wäre. Ich mag Euch ja nicht besonders, Ihr Fans, besonders wenn ihr hooliganisiert seid, aber diesmal habt Ihr mir aus dem Herzen gesprochen bzw. gepfiffen!

Das PS Nummer 1: Schwarzgelb gewann, Rotblauweiss verlor. Herrlich!

Das PS Nummer 2: Ich rate der Frau Fischer, das nicht in Old Trafford oder an der Anfield Road zu versuchen. Sie müsste gewärtigen, von erzürnten Fans in die Irish Sea geworfen zu werden. Und die ist bitterböskalt und dem dürftigen Kleidchen nicht angemessen. Zudem könnten seagulls auf falsche Ideen kommen. Wär zwar ne Idee: Atemlos unter den Möven…

 

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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