«So bleibt wohl nur die Hoffnung, dass auf der Dritten Sessio sich ein entsprechender Widerstand regt und das Machwerk in den Papierkorb fegt», so schreibt der Jesuit P. Franz von Tattenbach am 14. April 1964 an Gerhard Gruber, den Sekretär von Kardinal Julius Döpfner. Es geht um den vorbereiteten Text zur Priesterausbildung, der vor den Augen des Schreibenden, der als Spiritual im Theologenkonvikt St. Blasien im Südschwarzwald wirkt, nicht bestehen kann. «Die Beschäftigung mit den Propositiones hat mich ordentlich in Zorn gebracht, so dass ich mehr Zeit damit vertan habe, als dieses Machwerk verdient. […] Ich halte jeden Versuch der Verbesserung für aussichtslos». Die Arbeit des Jesuiten besteht aber darin, Kardinal Döpfner mit Argumenten für die Auseinandersetzung zu versorgen.
Bei dieser Gelegenheit erzählt P. Tattenbach von einer Begegnung mit Dr. Peter Hünermann, der ihm einige Anekdoten erzählt hatte. So sei Antonino Romeo, Exeget der Lateranuniversität, «offenbar beinah von Sinnen, weil er fürchtet, bald alleine zu sein mit der christlichen Rechtgläubigkeit: ma, Lei crede ancora in Jesu Christo? [glauben Sie wirklich noch an Jesus Christus?] – zu P. Mayer in allem Ernste gesagt» (Dö 583).
(emf)
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