In der rätoromanischen Schweiz hat sich Pfarrer Hanspeter Schreich (geboren 1950) besonders verdient um Bruder Klaus gemacht. Geboren in Oldenburg und aufgewachsen in Köln (beide Deutschland) wurde er 1975 Pfarrer im Val Müstair und blieb der Pfarrei bis zu seiner Pensionierung im August 2015 treu. Heute betreut er ehrenamtlich die Biblioteca Jaura und Sammlung Valär in Valchava.
Als Religionslehrer behandelte er immer wieder Niklaus von Flüe und übersetzte zu diesem Zweck unter anderem eine Mappe mit 27 Blättern für den Unterricht, darunter das Bruderklausen-Gebet «Mein Herr und Gott …», das Buch von Max Bolliger, Ein Stern am Himmel sowie weitere Schriften über Niklaus von Flüe.
Webseite auf Rätoromanisch
In jüngerer Zeit ist er vor allem Claude Bachmann von der Fachstelle Jugendarbeit Landeskirche Graubünden, der sich mit Verve für Niklaus von Flüe engagiert und die Webseite «Fra Clau da Flia» gegründet hat. Über das ganze Jahr verteilt werden in diversen Pfarreien im Kanton spezielle (ökumenische) Gottesdienste zu Ehren des Heiligen Bruder Klaus und viele andere Anlässe und Aktivitäten stattfinden. So wird Mitte Mai wird in der Kapelle Sogn Vetger 99 in Degen mit Jugendlichen ein Teil der Klause nachgebaut, in welcher Bruder Klaus im Ranft als Einsiedler gelebt und gewirkt hat. Von Ende Mai/Anfangs Juni bis September 2017 steht die Kapelle täglich für Besucherinnen und Besucher offen. Informationen zu den einzelnen Anlässen und zum Projekt «600 Jahre Fra Clau da Flia in Graubünden» sind auf der Homepage www.fra-clau.ch ersichtlich.
Roland Gröbli
Literatur
Wenger-Schneiter (2016): Bruder Klaus. Der Comics ist auch auf Rätoromanisch erhältlich.
Bruder Klaus und Gefährten
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.blogs-kath.ch/fra-clau-da-flia-gruesst-aus-dem-buenderland/