Welt-Auffuehrung «PASSION» 4. Ostern

Die Christliche Welt-Auffuehrung und Welt-Ausstellung
«PASSION»gipfelt im Osterfest. Dieses Fest ist ziemlich
weltbekannt – sogar als Ferien-Termin. Man kann die Passions-
woche als flach-gradlinig-biologisch verstehen: Erst der
Einzug (Geburt), dann das Service-Mahl (Engagement /
Ereignisse / Brot / Fusswaschung), dann die Kreuzigung
(der unausweichliche Tod), dann spaeter die Auferstehung
(ev. Neues Leben). Eins nach dem Andern…
wie wir es in der Natur auch sehen.
Einige sind auch faehig die Passionswoche als Darstellung
der humanen
Natur zu sehen: Stets ist Einzug, stets
Ereignis, stets Fall (gar Tod), und stets Wieder-Auferstehung;
taeglich und jaehrlich; Wie bei der Spirale: wieder ein Monat
und doch ein anderer…

Christen neigen dazu, die gefeierte Passionswoche als Dar-
Stellung, als Proklamation der Dramatik des Christseins
zu schaetzen:

1. Der Christ wagt es in die Welt hineinzugehen Er sagt:
«Fuerchtet euch nicht»
2. Der Christ versteht sich als «Brot + Wein» im Public-Service;
d.h. er hat ein realistisches Lebensverstaendnis sich ange-
eignet, weit ueber das biologische hinaus, eben eines der
Interdependence.
3. Der Christ glaubt, die Gegenwart ist stets offen zu einer
spirituellen Auferstehung in ein neues christliches Mensch-
sein auf dem Weg in die Lebensfuelle.

Doch zugunsten dieser Einsicht ins Christliche Menschsein
braucht es Licht. Darum feiert die Kirche an Ostern liturgisch
das Licht, das natuerliche (die Sonne, die ja auch die einge-
brochene Nacht wieder erhellt) und das christliche Licht,
die Person JX. Die Kirche lobt (exulted) in diesem Licht die
Schoepfung und Geschichte als geoffenbarte Taten Gottes;
d.h. sie hat sich ein lichtvolles Kosmos-Verstaendnis
erworben  (cf. Lesungen: Genesis, Exodus, Isaias etc
In diesem erhellten Welt-Verstaendnis wird die Auferstehung
proklamiert (als ein ueber allem Verstehen schwebendes
Geschenk) und die Taufe als praktizierte Auferstehung in ein
neues, christliches Leben gespendet.
Am Ende wird die Sendung in alle Welt fuer so wichtig und
erfreulich gehalten, dass sie mit dem grossen Alleluja begleitet
wird. Das gibt Zuversicht…

Damit hat die darstellende offenbarende Passionswoche ein
glueckliches Ende gefunden: Im Dunkel der Welt-Nacht ist
ein Licht aufgegangen – in diesem Licht wird das Leben
als
Auferstehungsweg in die Fuelle des Lebens erkennbar.
Millionen von Menschen haben diesen «Passions-Salon»
besucht, Tausende haben diese «Kath. MESSE» zelebriert…
ueber den Erfolg dieser Kath. Christl. Schau-Stellung kann man
nur spekulieren (die Statistic ist noch nicht soweit).
Aber es gilt die Annahme, dass im Licht des Bewusstseins,
bestrahlt vom Lichte Christi viele weitere Lichter entzuendet
und entdeckt werden.
Die jaehrliche Passionswoche als dramatisches Welt-Theater
entlaesst jeden Besucher mit der Verheissung:
Wer in den gesegneten Welt-Zeit-Raum Gottes eintritt,
wer also mitmacht, sich demnach als «Brot + Wein»
versteht und sich im Engagement fuer eine 
«erloestere»
Welt hingibt, wird mit ueberraschender Lebensfuelle
beglueckt. 

Hans Leu

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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