«Dieser Druck wirkte jedoch voll auf die Rede. Auch wenn der Heilige Vater sehr gut über die göttliche Einrichtung des Episkopates und der Kollegialität sprach, seine Rede enthielt auch fürchterliche Auslassungen [omissões terríveis] …
Er spielte auf das Liturgieschema an, auf die sozialen Kommunikationsmittel, auf Unsere Frau (Maria) (indem er vom Schema sprach, was mit der Entscheidung zu interferieren schien, davon in ‹De Ecclesia› ein Kapitel zu machen) und er schwieg über das Schema zum Ökumenismus.
Eine Anspielung auf das Kapitel über das Judentum, und noch mehr zur Religionsfreiheit war unverzichtbar.
Als er die Entscheidung ankündigte, in der Nach-Konzilszeit einen Rat in seiner Nähe einzurichten, sagte er, dieser Rat werde aus Vertretern der Hierarchie und der religiösen Orden bestehen und dass er um das Kardinalskollegium angesiedelt sei (das scheint mir eine tiefe Veränderung der Senatsidee zu sein).
Ohne Zweifel sehe ich die Neuheit, die darin besteht, dass es die Welt wachzurütteln gilt. Er wird – so Gott will – im kommenden Januar das Heilige Land besuchen (und er wird der erste Papst sein, der nach Palästina zurückkehrt, seitdem von dort der Heilige Vater kam.)
Doch die Ankündigung dieser sehr wichtigen Neuigkeit war – ökumenisch gesehen – wenig glücklich. Er wird eine Buss- und Betwallfahrt unternehmen, damit die Christen zur einen Kirche Christi zurückkehren. Nun aber betrachten sich vor allem die Orientalen nicht als ausserhalb der Kirche stehend.»
(Giancarlo Collet; CaCi 59; CaLe 1,409f)
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