Konzilsblogteam

Präzisionen für ein unvertrautes Thema

Vorbote der am 14. September 1964 eröffneten dritten Konzilssession ist eine vorausgehende Sitzung der Theologischen Kommission, zu der die dazugehörigen Mitglieder wieder nach Rom reisen. Eines der Themen der Kommissionsarbeit ist das Schema XIII, also der Vorbereitungstext für die spätere Pastoralkonstitution. Immer wieder wird spürbar, dass die Kirche sich hier auf einen Themenbereich einlässt, mit dem sie nicht sehr vertraut ist. In der Diskussion in einer Untergruppe werden einige Punkte, auf die bei der Weiterarbeit zu achten wäre, festgehalten:
(1) Die Zielsetzung des Textes präzisieren. Es geht nicht um Evangelisation, sondern um die Sendung der Kirche im Hinblick auf die Welt.
(2) Präzisieren, was mit «Welt» gemeint ist.
(3) Die Zeichen der Zeit besser fassen bzw. ausweiten, damit sie nicht nur aus der Sicht des Abendlandes beschrieben werden, sondern auch aus der Perspektive Afrikas, Asiens und Südamerikas.
(4) Einige Prinzipien einer Theologie der irdischen Wirklichkeiten entwickeln, wozu auch eine ontologische Reflexion der Beziehung der Dinge zur endzeitlichen Vollendung gehört.
Es wird in der Folge eine eigene Unterkommission zum Thema der Zeichen der Zeit gegründet.
(emf; vgl. Co 2,124)

8. September 2014 | 00:28
von Konzilsblogteam
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!