Postulat AR
Der Administrationsrat beantragt dem Katholischen Kollegium zuhanden seiner Herbstsitzung am 11.November die Umwandlung der Motion in ein Postulat mit folgendem Wortlaut:
«Der Administrationsrat wird beauftragt, dem Kollegium innert zwei Jahren einen Bericht über Stellung und Aufgaben der heutigen Kirchgemeinden sowie des Katholischen Konfessionsteils vorzulegen. Zu diesem Zweck soll er eine Kommission mit Mitgliedern des Kollegiums und externen Sachverständigen einsetzen.»In seinem Kommentar zur Umwandlung begründet der AR seine Kritik an den formalen Mängeln der Motion und «anerkennt» den «Wunsch nach grundsätzlichen Diskussionen und Auseinandersetzungen».
Mein Kommentar:a) Die «Anerkennung» des Wunsches ist de facto die Zustimmung zur Grundintention der Motion.b) Die formaljuristischen Anpassungen sind nötig, auch wenn die forschen Formulierungen der Motion auf die biedere Ebene des staatskirchlich Möglichen transponiert werden. Ich werde dem Antrag zustimmen.c) Es bleibt die Frage, was denn für Ergebnisse nach zwei Jahren vorliegen werden, da im bisher immer guten Zusammenspiel der beiden Partner im dualen System von Diözese St.Gallen und Katholischem Konfessionsteil bisher kaum ernsthafte Störungen oder auch nur Reibungspunkte festzustellen waren.d) Wenn zurzeit etwas Entscheidendes die «Stellung und Aufgaben» der Kirchgemeinden in Frage stellt, ist es ja eher quantitativ-demographischer Art: dass es immer schwieriger wird, überhaupt noch genug fähige Menschen für die Aufgaben im Kirchenverwaltungsrat zu finden.e) Nichtsdestotrotz: Die Kommission kann an spannenden Themen arbeiten. Mal etwas Fleisch am Knochen …
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