Pipilotti im Dom?
Da hat der Katholische Konfessionsteil mitgeteilt, wie das seit Jahrzehnten andauernde Provisorium des Volksaltars in der St.Galler Kathedrale ersetzt werden soll, und dies in einer Form, die dem barocken Gewaltsraum auch entspricht. Es wurde eine Begleitkommission, bestehend aus Kirchenvertretern, Behördevertretern und Kirchenkunstfachleuten, eingesetzt.
Nun, ich bin mit diesem Provisorium aufgewachsen, habe dort über zehn Jahre ministriert, bin dort auch geweiht worden und hänge darum schon daran, wenn ich auch eingestehen muss, dass dieses lange Provisorium immer etwas lieblos vor dem Chorgitter und unter der riesigen Kuppel wirkte. Ich werde damit leben müssen, dass sich etwas verändert.Tempora mutantur et nos mutamur in illis.
Aber, was mich schon jetzt schaudern lässt, ist die Liste der Architekten und Künstler, die der genannten Begleitkommission nun Vorschläge und Projektideen zukommen lassen. Da steht einfach so locker auch der Name unserer Pipilotti darunter. Sie erinnern Sich? Diese frech-pralle Dame mit Rheintaler Wurzeln mit so irr-schrägen «grusig» farbigen Werken in fester und verfilmter Form. Ich glaube wirklich nicht, dass Pipilotti barock genug ist, um überhaupt das nötige Feeling für dieses Projekt zu haben. Opus horribilis?
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