Petrus und Andreas
«Jahrhundertelang haben wir wie Fremde nebeneinander gelebt, während uns doch eine gemeinsame Taufe zu Kindern Gottes in Jesus Christus und zu Brüdern untereinander gemacht hatte… Von jetzt an kann und muss aber die Liebe herrschen in der gegenseitigen Achtung, im Freimut, in der Ehrlichkeit, im Willen, nach und nach diese jahrhundertelang vergessene und zerrissene Brüderlichkeit wiederherzustellen.» Mit diesen Worten übergab Augustin Kardinal Bea am 26. September 2014 die Reliquie des Hauptes des hl. Andreas (s. dazu auch den Blogeintrag vom 23. September 2014: http://www.kirchenblogs.ch/d/blogs/konzilsblog/m120229). «Diese Brüderlichkeit, die Brüderlichkeit der so innig in der Liebe Christi, im Dienst Christi vereinten Petrus und Andreas, soll uns allen Vorbild sein im Bemühen, das von uns die Verkündigung des Evangeliums in unserer modernen Welt fordert», so der Kardinal weiter.
Einige Monate später erläuterte Bea den ekklesiologischen Sinn der Geste: «Wenn z.B. Papst Paul VI. ‹in der Freude des Herzens› der Kirche von Patras die wertvolle Reliquie des Hauptes des hl. Andreas zurückgibt, setzt er eine Tat, die klar beweist, dass er die Kirche von Patras als eine Kirche und den Bischof von Patras als seinen Bruder im Bischofsamt ansieht, auch wenn wie noch nicht in voller Gemeinschaft mit ihm steht.»
(mq; Zitate Schmidt 606 und 608)
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