Walter Ludin

Papst tadelt ...

.. priesterliche GewänderBenedikt XVI. fordert wieder einmal: Priester sollen in der Welt als Geistliche erkennbar sein. Päpste können sich zwar nicht widersprechen (s. den Eintrag von gestern Abend über das Frauenpriestertum!). Und dennoch: Ein anderer Papst war da ganz anderer Meinung. Coelestin I. tadelte im Jahr 428 seine Priester, weil sie meinten, sie müssten sich von andern durch eine spezielle Kleidung abzuheben. Denn: «Wir haben uns von der Masse und von den Andern durch Glaubenswissen, nicht durch Kleidung zu unterscheiden, durch christliches Leben und nicht durch äusseres Gehabe, durch innere Haltung und nicht durch Beachtung von Äusserlichkeiten.»
Im Schreiben aus dem Vatikan wird weiter beklagt: Zu viele Priester würden bei der Messe unter den Messgewändern Freizeitkleidung tragen.Dies erinnert mich an eine Anekdoten, die Kollege Michael Albus (einst kirchlicher Chefredaktor in der ARD) erzählt: Eine für die Ministranten verantwortliche Nonne verbot den Buben, in der Messe kurze Hosen zu tragen. Auf den Einwand, sie trügen ja darüber das Ministrantengewand: «Gott sieht auch durch das Gewand.»

6. Dezember 2012 | 01:34
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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