Heinz Angehrn

Ouvertüre: «Swiss army live»

Drei ganze Wochen Ferien und das mitten im «été indien» in Quebec beginnen nun. Das bedeutet notwendigen Abstand vom Alltag, grossen geographischen Abstand insbesondere vom Alltag der Arbeit in der Pastoral, vom damit verbundenen permanenten mittleren Ärger über die Stossrichtung der Kirchenpolitik der höheren Verantwortlichen. Aber auch Abstand von den eigentlich unbedeutenden Sorgen, die so ein Feld-, Wald- und Wiesenseelsorger mit den ihm Anvertrauten hat, vor allem jene, die sich an ihm reiben, weil sie sich nicht in die von ihm ihnen zugedachte Freiheit der Kinder Gottes führen lassen wollen…
In diesen Gedanken drin greife ich für das Weblog darum ein schon länger geplantes Projekt auf. Im Herbst dieses Jahres begehen wir ja nicht nur ein Gedenken «20 Jahre Mauerfall», sondern das irgendwie damit verbundene zweite Gedenken «20 Jahre erste GsoA-Initiative». Beides ereignete sich damals innert wenigen Wochen, und unsere innen- und aussenpolitische Sicht ist seitdem eine ganz andere. Ich möchte hier darum gerne meine Erinnerungen an die alte Schweizer Armee vor 1989 einbringen. Es wird liebevoll nostalgisch zugehen und es wird empören. Denn man(n) bedenke: Hier erzählt einer, der beide Sichten kennt, die jener unten (als Rekrut und Soldat) und jener oben (als Stabsoffizier).
Zudem ist mit diesen 20 Jahren auch das Schweige-Versprechen verjährt, das ich einst im Bundesamt für Adjudantur ablegte.

9. September 2009 | 07:00
von Heinz Angehrn
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!