Ökumenische Bemühungen um den Dienst der Kirche an der Welt
Auf der Suche des Konzils nach einer neuen Hinwendung «ad extra», zur Welt, wird die neu begonnene ökumenische Zusammenarbeit bedeutsam.
Am 18. April 1963 schrieb Lukas Vischer Bischof Emilio Guano (Livorno) einen Brief, um aus der ökumenischen Bewegung heraus Beiträge für das Thema des Weltverhältnisses der Kirche zu geben. Vischer konnte dafür auf eine Studie des Ökumenischen Rates von 1956 zurückgreifen, die unter dem Titel «Die Herrschaft Christi über die Kirche und über die Welt» stand.
Die christologische Schlüsselbotschaft des Briefes von Vischer lautet: «So wie Christus sich unter seinen Jüngern wie ein Diener verhalten hat, so ist die Kirche als Dienerin in diese Welt gestellt. Ihre Aufgabe besteht nicht darin, die Welt unter ihre Herrschaft und unter ihren Einfluss zu stellen».
Vischer wirbt in seinem Brief auch um eine vermehrte Zusammenarbeit der Kirchen «in praktischen Fragen, wie etwa der Flüchtlingsfrage».
Bischof Guano, der als Mitglied der Kommission für das Laienapostolat in Aufgaben für das Schema XVII hineingewachsen war, «nahm diesen Austausch mit Vischer ausgesprochen ernst und sorgte schon ab Mai 1963 für die Verteilung des Briefes an alle, die ihn nur irgend haben wollten» (Hans-Joachim Sander).
(emf; Zitate aus Hans-Joachim Sander: Theologischer Kommentar zur Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute. Gaudium et spes. In: HThK Vat II 4,581-886, 624f.)
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