Konzilsblogteam

Ökumene auf Sendung

Der erfahrene Ökumeniker Johannes Willebrands verfügte über ein gut gefülltes Adressbuch, das ihm in seiner Eigenschaft als Sekretär des von Augustin Kardinal Bea geleiteten Einheitssekretariats äusserst nützlich war. Zahlreiche Begegnungen während des Konzils zeugten davon. Am 20. April 1963 empfing er – nach einem Besuch bei Kardinal Cicognani und einem weiteren Besuch beim Metropoliten Slipyj – vier Jesuiten: René Rouquette, Raymond Bréchet, Albert Ebneter und Mario von Galli. Besonders bekannt ist bis heute das Engagement Mario von Gallis, des Chefredakteurs der Zürcher Zeitschrift Orientierung, der u.a. durch zahlreiche Reden und Radiobeiträge für das Konzil begeisterte. In der französischsprachigen Schweiz spielten die Konzilsbeiträge in der Zeitschrift Choisir eine wichtige Rolle, deren Redakteur Bréchet war. Weniger bekannt dürften hierzulande dessen Beiträge für Radio Canada sein. Wie von Galli und Bréchet war auch Albert Ebneter, Professor am Institut für weltanschauliche Fragen in Zürich, ökumenisch engagiert. So wichtig die ökumenischen Aktivitäten auf dem Konzil selbst waren, so entscheidend wurde für die Rezeption des Konzils nicht zuletzt auch jene ökumenische Sensibilisierung, für die das Engagement der genannten Jesuiten in Presse und Rundfunk entscheidende Beiträge leistete.
(Michael Quisinsky; vgl. Wil 13)

20. April 2013 | 00:10
von Konzilsblogteam
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!