Walter Ludin

Ökumene ....

… mit zwei MassstäbenReinhard Bingener schreibt in der FAZ in seiner Bilanz des Papstbesuchs:Geradezu konfrontativ wirkte die Bemerkung Benedikts, «ökumenische Gastgeschenke» könne es nicht geben, weil der Glaube keine Verhandlungssache sei. Zu keinem Zeitpunkt ist in einer evangelischen Kirche gelehrt worden, dass das Evangelium Gegenstand von Verhandlungen werden könnte. Was für Benedikt hinsichtlich der evangelischen Kirchen als wertloser, «selbstgemachter Glaube» gilt, kann er mit Blick auf die orthodoxen Kirchen eine «Weiterarbeit an der Klärung theologischer Differenzen» nennen. So geschehen am Samstag in Freiburg, als er den orthodoxen Geistlichen sagte, dass «der Tag nicht zu ferne ist, an dem wir wieder gemeinsam Eucharistie feiern können».————————————————-Das Positive vorweg: Die Hoffnung einer gemeinsamen Eucharistie mit den Orthodoxen. Hoffentlich hat dies aber nicht zur Konsequenz, dass unserer Kirche auch konservative Elemente der Orthodoxie übernehmen muss – als Preis.Was aber die Protestanten betrifft: Die päpstlichen Worte bedeuten für sie eindeutig einen ökumenischen Rückschritt. Wie wird Kardinal KuKo wohl damit umgehen?? PS. Morgen folgt hier ein nicht-päpstliches Thema; für jene, die vom päpstlichen genug haben….

27. September 2011 | 01:39
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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