Heinz Angehrn

Now stop worrying and enjoy your life!

«to worry»: «be anxious, uneasy, troubled about or over something». Hier wird also suggeriert, dass religiöse Menschen sich mehr Sorgen machen. Ja schon, aber da gibt es doch zwei Kategorien von «worrying», nicht wahr?
Einmal das «worrying» innerhalb von fundamentalistischen, evangelikalen oder katholikalen, Kreisen. Wir wissen aus einigermassen seriösen Untersuchungen, dass religiös so deformierte Menschen mehr Angst vor Sterben und Tod haben, dass sie sich in der Sterbensphase verzweifelt ans letzte Stück Leben klammern, weil ja dahinter Fegefeuer, Teufel und Hölle warten. Dieses «worrying» haben effektiv die Prediger-Verführer, die es in jeder Religion gibt, zu verantworten. Und meine Grundthese – wie der geneigte Leser weiss und wie ein Frommer schon zürnte – lautet: «Lieber keine Religion als fundamentalistische Religion. Es geht der Welt so besser.»
Aber dann das verantwortete «worrying», das aus dem Hinhören auf die sich auf Gott berufende Botschaft der Propheten, im christlichen Verständnis die «des Wanderpredigers Jesus aus Nazareth, der später zum Christus der Kirche wurde» (PS: Angehrn’scher Standard, um der Anklage der Häresie zu entgehen), entsteht. «Worrying» nicht über den eigenen Untergang, aber über die Strukturen der Ungerechtigkeit im Umgang der Menschen miteinander und mit der ganzen Schöpfung. Wer sich so sorgt, das kann ich ich beeiden, geniesst trotzdem das Leben! Schwarzbären, Waschbären, Rotwein, Ziegenkäse, Puccini und mehr!

9. Oktober 2009 | 07:40
von Heinz Angehrn
Lesezeit : ca. 1  Min.
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