Heinz Angehrn

Nochmals zum Zorn Gottes

1 Das wahre Wesen Gottes ist unbekannt.1.1. Seine Dimensionen.1.1.1. Sein Wohnort.1.1.1.1. Der Olymp ist es wohl nicht.1.1.1.2. Der Begriff Himmel ist wohl eine Metapher.1.1.2. Sein Zeitraum.1.1.2.1. Der Begriff «ewig» definiert nur, dass es jenseits unserer Begrifflichkeit liegt.1.1.2.2. Alpha und Omega sind starke Bilder.1.1.3. Seine Äusserlichkeit.1.1.3.1. Kein Bild sollen wir uns machen.1.1.3.2. Doch der Mensch ist sein Abbild.1.2. Seine innere Qualität.1.2.1. Die Scholastik hat es versucht mit der Vorsilbe «all».1.2.2. Jesus aus Nazareth definiert ihn als reine Liebe.1.2.3. Vorher aber hatten wir es mit rachsüchtigen und gewalttätigen Göttern zu tun.
2 Das Reden vom Zorn Gottes ist in der Zeit nach Jesus überholtes archaisches Relikt.2.1. Verständlich zwar aus menschlicher Sicht.2.1.1. Weil wir nicht gern unsere Feinde lieben.2.1.2. Weil wir nicht gern 77fach verzeihen.2.2. Unverzeihlich trotzdem.2.2.1. Selbst die katholische Tradition des Buss-Sakraments macht das deutlich.2.2.2. Ein qualitativer Fortschritt in der Religionsgeschichte wäre rückgängig gemacht.2.2.3. Der/die Theologe/in entlarvt sich, nicht genügend Christ/in zu sein.2.2.4. Und offenbart projizierend seine innersten Wünsche.
3 Für heute genug (es muss nicht immer ein ganzer tlp sein).

20. August 2010 | 08:11
von Heinz Angehrn
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