Nochmals: die bösen «Gutmenschen»
Mail-Wechsel mit dem CVP-PräsidentenIch habe meine Empörung über den Begriff «linke Gutmenschen», den der CVP-Präsient Darbellay in einem Interview verwendet hat (s. Blog von gestern), diesem auch per Mail direkt mitgeteilt (wobei ich ihm auch gedankt habe für seine Position betr. Nothilfe für Asylsuchende!!) Schon am Morgen hatte ich eine Antwort.D. geht vor allem ein auf die Problematik der Fahrenden, die Dreck hinterlassen haben, welches das Thema des Interviews war. Doch: Es ging mir überhaupt nicht um diese Problematik (auch wenn ich mich daran störe, dass die 5500 Franken meistens verschwiegen werden, welche die Bauern von den Fahrenden bekommen haben. Wie viele Liter muss ein Milchbauer für diesen schönen Batzen produzieren???) Dann wird Darbellay recht ungehalten – und zeigt, dass er überhaupt nicht verstanden hat, worum es mir ging; nämlich um den Begriff «Gutmenschen», den er sogar wiederholt: «Dann sind Sie wirklich extrem empfindlich. Die Linken attackieren uns ständig in einer Art und Weise die sich kaum kommentieren lässt und wir müssten still bleiben und nie kontern. Ich habe nie alle Linken gemeint, sondern lediglich die Gutmenschen die die Probleme nicht sehen wollen ….» Dann folgt eine Beschimpfung, die ich hier nicht erwähne. Schliesslich:»Ich grüsse Sie herzlich in der Hoffnung auf sinnvollere Worte in Ihrem nächsten Schreiben.» Christophe Darbellay
Aus meiner Antwort:»es geht mir nicht um das problem der fahrenden. da kann man die sache so oder anders sehen. es geht mir allein um die beschimpfung «gut-menschen». was soll da schlimm sein, wenn jemand gut ist. im übrigen scheint mir ihre antwort recht aggressiv zu sein. in jedem PR-kurs lernt man, mit den kritikern freundlich umzugehen, um sie zu freunden zu machen. hoffen wir, dass ihr nachfolger einen solchen kurs besucht.»
Nochmals Ch. Darbellay: «Die gewählte Bezeichnung war m. E. keine Beschimpfung. Sie übertreiben.»
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