Nicht jede «Christenverfolung» ist eine solche....
Das Wort «Christenverfolgung» gleitet oft allzu rasch in die Computertasten, vor allem bei Werken, die gewissermassen davon leben; z.B. «open doors». Diesem gelang es, Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate in die Liste der christenverfolgenden Staaten aufzunehmen. Fakt ist, dass dort die Emire den Christen gratis (!) Land für den Bau von Kirche geben. Allerdings entscheiden sie, wie viele Kirchen gebaut werden dürfen. Christenverfolgung? Vernünftige Leute wie mein Mitbruder Paul Hinder sprechen darum von «Benachteiligung von Christen». Was doch ein Unterschied ist.
Und hier eine neuere KIPA-Meldung:
Bischöfe: Rede von Christenverfolgung ist kontraproduktiv
Die katholische Bischöfe im Heiligen Land warnen vor einer Dramatisierung der Lage der Christen im Nahen Osten. Eine ständige Rede von «Verfolgung» spiele nur Extremisten in die Hände, heisst es in einer Erklärung der Versammlung katholischer Bischöfe im Heiligen Land, die am Donnerstag, 3. April, vom Lateinischen Patriarchat in Jerusalem veröffentlicht wurde.
Gewalt von Islamisten betreffe nicht nur Christen, sondern auch «nicht-konformistische» Muslime und Angehörige unterschiedlicher islamischer Richtungen. Was als Christenverfolgung bezeichnet werde, sei gewöhnlich Gewalt von «Kriminellen, die behaupten, Muslime zu sein».
Christen und Muslime müssten gemeinsam den «neuen Kräften des Extremismus und der Zerstörung» widerstehen, so die Bischöfe: «Alle Christen und viele Muslime sind von diesen Kräften bedroht, die eine Gesellschaft schaffen wollen, die von Christen entleert und eine Heimat für nur sehr wenige Muslime sein wird.»
Gleichberechtigte Bürger
Die Ängste und Leiden von Christen verlangten nach Solidarität und Gebet, heisst es in der Erklärung. Jedoch dürften sich die Betroffenen keinen Illusionen hingeben: «Wir alle, Christen und Muslime, müssen uns bewusst sein, dass die Welt nichts wirklich unternehmen wird, um uns zu schützen. Internationale und lokale politische Mächte verfolgen ihre Eigeninteressen.» Es liege an den Menschen im Nahen Osten, selbst eine Gesellschaft aufzubauen, in der «Muslime, Christen und Juden gleichberechtigte Bürger sind.»
Islamkritiker mögen sich den Satz merken:
…. Gewalt von «Kriminellen, die behaupten, Muslime zu sein».
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


