Neuestes Küngbuch
Hans Küng: Ist die Kirche noch zu retten? Piper 2011. ISBN-13: 978-3-492-05457-7. 263 S., ca. Fr. 28.90Ob die Kirche noch zu retten sei? Für die einen tönt diese Frage ketzerisch. Und andere halten Küngs Antwort, er habe die Hoffnung auf das Überleben der Kirche nicht aufgegeben, allzu optimistisch. Nun, die Hoffnung des bekannten Theologen ist alles andere als blind. Er weist in seinem neuesten Buch akribisch nach, wie das «römische System», das er für nicht überlebensfähig hält, entstanden ist; und wie die beiden «Restaurationspäpste» Johannes Paul II. und Benedikt XVI. die römisch-katholische Kirche immer mehr ins Abseits führten. Doch Küng lässt es nicht bei einer schonungslosen Diagnose bewenden. Er entwickelt auch konkrete Therapien, die für die Heilung der krank gewordenen Kirche wirksam sind. Wenn die Kirchenleitung und die Basis den Mut haben, sie anzuwenden …
ZitatZ. B. Synode 72Auch die bescheidensten innerkatholischen wie ökumenischen Desiderate etwa der deutschen, österreichischen und schweizerischen Synoden – mit viel Idealismus und hohem Zeit-, Papier und Finanzaufwand hatten sie nach dem Konzil jahrelang gearbeitet! – wurden von einer selbstherrlichen Kurie ohne jegliche Begründung negativ oder überhaupt nicht beschieden; man nahm es, zunehmend resigniert, selbst in den deutschsprachigen Ländern hin.Hans Küng: Ist die Kirche noch zu retten? (S. 161)
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


