Walter Ludin

Neues Papstschreiben: Unterschiedliche Schlagzeilen und «Anreisser»

Aus aktuellem Anlass meinen Blog vom Mittwoch schon jetzt: So unterschiedlich berichten die Medien über das neue päpstliche Rundschreiben. Hier die Frucht meiner Recherche im Internat (um ca. 16 Uhr):

Papstschreiben «Evangelii Gaudium»: Franziskus will Kirche komplett reformieren

Spiegelonline.de: Viele sehen in Franziskus den radikalsten Erneuerer der katholischen Kirche seit Jahrzehnten. Diesem Ruf wird der Papst nun mit einem apostolischen Schreiben gerecht. In «Evangelii Gaudium» ruft er zum Kampf gegen Armut auf – und plädiert für eine Reform der Kirche «auf allen Ebenen».
 

Papst Franziskus will die Kirche umkrempeln

Weltonline.de; Papst Franziskus macht konkrete Vorschläge zur Reform der Kirche. Sie müsse vor allem dezentraler werden. Auch prangert er ein narzisstisches und autoritäres Elitebewusstsein innerhalb der Kirche an.
«Wirtschaftssystem in der Wurzel ungerecht»
Handelsblatt.com: Es soll eine Reform «auf allen Ebenen» der Kirche geben: Papst Franziskus ist laut einem Schreiben der katholischen Kirche zu tiefgreifenden Reformen bereit. Ausserdem geht er mit der Wirtschaft hart ins Gericht.
Franziskus: Mehr Räume für Frauen in der Kirche
 (Kipa) Papst Franziskus fordert mehr Tätigkeitsfelder und Aufgaben für Frauen in der Kirche. Zugleich schliesst er eine Zulassung zum Priesteramt für sie jedoch aus. Ihr Beitrag sei unentbehrlich, und er sehe «mit Freude, wie viele Frauen pastorale Verantwortungen gemeinsam mit den Priestern ausüben», betont der Papst in seinem am Dienstag veröffentlichten Lehrschreiben «Evangelii gaudium».

Franziskus bekräftigt kirchliches Nein zu Abtreibung

(Kipa) Die katholische Kirche hält nach Worten von Papst Franziskus an ihrem entschiedenen Nein zur Abtreibung fest. Diese Haltung könne keinen «mutmasslichen Reformen oder Modernisierungen unterworfen» sein, betonte der Papst in seinem am Dienstag veröffentlichten Lehrschreiben «Evangelii gaudium». Es sei «nicht fortschrittlich sich einzubilden, Probleme zu lösen, indem man ein menschliches Leben vernichtet». Zugleich fordert der Papst mehr Begleitung von Frauen in Notsituationen.

 

26. November 2013 | 16:11
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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