Walter Ludin

Neues Gewand für den christlichen Glauben/Abschied vom Hellenismus

Jesus war kein Grieche
Was oft vergessen wird: Es gab in der Kirchengeschichte ganz unterschiedliche Ausformungen des christlichen Glaubens. Ganz vereinfacht: Es gab die judenchristliche Variante, die vom «Apostelkonzil» als die nicht mehr einzig mögliche erklärt wurde (Man musste nicht zuerst Jude werden, um dann Christ zu werden.). Dann wurden auf den alten Konzilien die Wahrheiten des Glaubens in griechisch-philosophischen Formeln ausgedrückt. Vor allem nach dem Konzil stehen wir vor der Aufgabe, den christlichen Glauben auf vielfältige, den jeweiligen Kulturen gemässe Weise auszudrücken: Inkulturation …..
Dazu mein lieber alter Bekannter Paul Wess in «Christ in der Gegenwart» unter dem Titel «Jesus war kein Grieche»:
Solche neue Inkulturationen erfordern, dass die hellenistisch geprägte Gestalt des Christentums, die sich bis heute für die allein richtige und einzig gültige hält, ihren Absolutheitsanspruch aufgibt. Das bedeutet aber, dass auch ihre Dogmen, die als unfehlbare Wahrheiten ausgegeben wurden und werden, hinterfragt werden dürfen und müssen. Die Behauptung der Unfehlbarkeit von kirchlichen Lehren ist ohnehin nur in Form eines logischen Zirkelschlusses möglich, denn die Begründung der Unfehlbarkeit müsste selbst schon mit Unfehlbarkeit erfolgen, würde diese also bereits voraussetzen.
Und weiter, im Gefolge von Karl Rahner:
Für die Zukunft «wird man nicht daran zweifeln können, dass auch die Glaubens- und Dogmengeschichte der Kirche Veränderungen mit sich bringen wird, die wir uns heute noch kaum vorstellen können».
 Ich konnte hier die Thematik nur in ganz vereinfachter Form angehen. Darum empfehle ich den Volltext von Paul Wess:
http://www.christ-in-der-gegenwart.de/aktuell/artikel_angebote_detail?k_beitrag=4128312
 

12. August 2014 | 01:56
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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