Neue Menschen ...
… und die Klima-Krise«Soll denn alles zu Ende sein?» Diese Worte eines Schlagers fallen mir ein, wenn ich das heutige Evangelium lese. Es handelt, wie schon Evangelien der letzten paar Wochen, vom Weltuntergang. Die Bibel spricht davon in Bildern, die für uns 2000 Jahre später nicht mehr unbedingt verständlich sind.Doch die Idee vom nahenden Ende ist uns wohl nur allzu bekannt: In den letzten Wochen wurde oft davon gesprochen im Blick auf die Weltklima-Konferenz von Kopenhagen. Wir wissen es/Wissenschafter rechnen es uns Woche für Woche vor: Wenn es so weiter geht, geht es bald nicht mehr so weiter. Müssen wir also tatsächlich uns der bangen Frage stellen: «Soll denn alles zu Ende sein?» Nun, ich ziehe das Motto vor, das die Pfarrei Würzenbach über den diesjährigen Advent gestellt hat: «Zieht den neuen Menschen an.» Mit Blick auf die Klima-Krise behaupte ich: Wenn wir neue Menschen werden, können wir die drohende Katastrophe aufhalten.Wir können es tun, wenn wir Mit-Gefühl mit unserer Schöpfung aufbringen.(Es folgen dazu Überlegungen aus franziskanischer Sicht; und das Boff-Zitat.) «Christinnen und Christen erleben, auch auf emotionaler Ebene, das Band radikaler Geschwisterlichkeit, das sie mit allen Wesen verbindet, von der Ameise auf dem Weg bis hin zum entferntesten Stern, vom einfachsten Elementarteilchen bis hin zur Milchstrasse oder zum gewaltigsten Quasar des Weltalls. So entfalten sie eine Haltung tiefster Verehrung für jedes Sein der Schöpfung. Und gerade diese Haltung ist unerlässlich, wollen wir sicher gehen, dass die Schöpfung heil und uns erhalten bleibt.»
Kommen wir zurück zum adventlichen Motto: Zieht an den neuen Menschen.Das heisst: Werdet eins mit der Schöpfung. Fühlt mit ihr. Liebt sie – statt sie egoistisch auszubeuten. ….(Kloster Gerlisberg, Luzern. 10 Uhr-Messe)
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