Nächtliche Ideen für Pacem in terris
P. Yves Congar OP hält in seinem Tagebuch im Mai 1963 Notizen von einem Gespräch mit Bischof Marty fest. Dieser erzählt ihm von einer Audienz bei Papst Johannes XXIII., der die Arbeit der französischen Bischöfe und ihrer Theologen, insbesondere P. Congars, gelobt habe.«Der Papst, der Mgr. Marty 40 Minuten empfangen hat, hat ihm gesagt, er habe sich während des ersten Monates des Konzils gelangweilt. Er fand, dass man nicht vorankomme und dass diese Diskussionen über die Liturgie nicht wirklich von Interesse seien. Der Papst will, dass man vorangeht, dass man öffnet! Er hat gesagt: Man muss immer zuerst das Gute sehen, das bei anderen zu finden ist.»Während der Audienz kommt die Rede auch auf die Enzyklika Pacem in terris. Der Papst habe erzählt, dass Bischof Pavan ihm einen viel zu abstrakten Entwurf vorgelegt habe. «In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar, nachdem er diesen Text gelesen habe, hat der Papst die Inspiration gehabt, sich an alle Menschen guten Willens zu richten und nicht nur an die Christen; er hat auch die vier Pfeiler gesehen: Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe, Freiheit.Ich schreibe dies für die Geschichte!» (Co 1,383).(emf)
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