George Francis Xavier

Meine Weihnachten

Immer war Weihnachten die geschäftigste Zeit in meinem Leben. Es gibt eine Menge, die während dieser Zeit zu erledigen ist.Ich möchte immer persönliche Weihnachtswünsche von Hand schreiben und nicht per Email schicken. Immer noch mache ich es so. Die verlangen wirklich ein bisschen Zeit. Zur gelebten Liebe gehört sicher auch Zeit haben! Es ist auch immer Prüfungszeit an der Universität. Es ist nicht anders hier in der Schweiz, weil die Prüfungen vom Herbst Semester an der Universität vor und nach Weihnachten stattfinden. Als ewiger Student, noch nie hatte ich eine Weihnachtszeit frei von Prüfungsstress. Statt Sternen sehe ich Bücher und Vorlesung Notizen um mich.
In dieser Zeit haben wir in unserem Heim, die ganze Familie eine Menge Zeit verbracht, um die Weihnachtskrippe herzurichten. Für mich war der wichtigste Teil nicht das Baby Jesus in der Weihnachtskrippe zu bringen, sondern die ganze Krippe mit Baumwolle stücken zu schmücken, die Schnee darstellten. Es war ein Wunder für mich, ich habe nie Schnee in Indien erfahren. Zu dieser Zeit ohne Internet, war es auch nicht möglich zu googeln. Also, ich habe nie geglaubt, dass es Schnee in dieser Form gibt. Für mich war Schnee ein fantasievolles Zeichen des Gottessegens. Und wenn es Schnee gibt ist das ein sichtbares Zeichnen des Gottessegens.
Das war der Grund, als ich im Jahr 2010 in der Schweiz ankam, ging ich extra nach Engelberg für mein erstes Schnee-Erlebnis. An diesem Tag rollte ich auf dem Schnee, spielte mit Schneebällen, machte verschiedene Formen aus Schnee, legte mich auf dem Schnee, usw. mehr als ein Schnee-Erlebnis, ist das eine Begegnung mit himmlischer Weihnachten geworden. Ohne Winterschuhe und warme Jacke kam ich wieder zum Kloster und am nächsten Tag kriegte ich ein Paar Wanderschuhe und eine Jacke von Guardian. Die Begegnung mit Gott und seiner Schöpfung sind immer abenteuerlich.
Nun sehe ich Schneefall durch mein Fenster. (Ich schreibe dies am 03.12.2012) In der Nacht schaue ich Stundenlang liegend im Bett durch mein Fenster das sichtbare Zeichnen des Gottessegens. Baby Jesus wird bald hier sein. Gott deckt mich mit seinem Segen in Form von Schnee ein. Ich fühle die Kühle der Gotteserfahrung. Mit dem Kopfhörer auf meinen Ohren höre ich weiter das 1942 Bing Crosby Lied nachsehend Schneefall.
I’m Dreaming of a White ChristmasJust like the ones I used to knowWhere the tree tops glisten and children listenTo hear sleigh bells in the snowI’m Dreaming of a white christmasWith ev’ry christmas card I writeMay your days be merry and brightAnd may all your christmas’s be white

23. Dezember 2012 | 00:00
von George Francis Xavier
Lesezeit : ca. 2  Min.
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