Heinz Angehrn

Löhne und Entschädigungen

Immer wieder nervt die unglaubliche Frechheit, mit der in politischen Kreisen rechts der Mitte mit dem Thema Löhne umgegangen wird. Es sind diese Kreise, die sich (s. Minder-Initiative) immer wieder dagegen wehren, dass es in der Wirtschaft überhaupt Limiten bei den Löhnen gibt. Es sind diese Kreise, die behaupten, dass wir mit einer Limitierung nicht mehr die bestmöglichen Kräfte erhalten, weil die Amis eben viel mehr zahlen (als wäre – ausser George Gershwin, dem Jazz und dem Zweikammersystem – aus diesem Land je etwas Gutes zu uns gekommen!).
Andrerseits aber schreien sie Zeter und Mordio, wenn die Mitglieder unserer (viel weniger gut bezahlten) Exekutiven nicht jeden Rappen an Spesen und Sitzungsgeldern angeben und abliefern. Diese Diskrepanz etwa zwischen den Herren Ermotti/Dougan und den Damen Merkel/Sommaruga ist äusserst störend.
Ich wiederhole meine alte Forderung: In jedem demokratischen Staat sollte niemand mehr Lohn verdienen können als das Staatsoberhaupt bzw. der/die Regierungschef/in. Alles, was darüber liegt, sollte direkt in die Staatskasse zwecks Sanierung der ersten und zweiten Säule und damit zugunster aller Arbeitnehmer/innen mit tieferen Löhnen gehen.

22. April 2015 | 07:25
von Heinz Angehrn
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