Konzilsblogteam

Liturgie, Reis und Bananen

Auf seiner Reise nach London traf sich Johannes Willebrands, der Sekretär des Einheitssekretariats, u.a. mit Bernard Pawley. Dieser nahm im Auftrag des anglikanischen Erzbischofs von Canterbury, Arthur Michael Ramsey, als nichtkatholischer Beobachter am II. Vaticanum teil. Am 8. April 1964 besprachen Willebrands und Pawley das Schema über den Ökumenismus. Dabei zeigte sich zum einen, dass das II. Vaticanum ein Lernprozess auch über die römisch-katholische Kirche hinaus war: Pawley fragte Willebrands, ob es nicht möglich sei, dass anglikanische Theologen an der nachkonziliaren Liturgiekommission teilnehmen könnten – auch in der anglikanischen Kirche werde an einer Liturgiereform gearbeitet. Zum anderen sprach sich Pawley dafür aus, dass der anglikanisch-katholische Dialog vor weltweitem Horizont erfolge. Er begründete dies unter Verweis auf die Verbreitungsgebiete des Anglikanismus in der Welt mit britischem Humor: «die meisten Anglikaner essen Reis und Bananen» (Wi 104).
(mq)
PS: Enjoy Canterbury Cathedral: http://www.canterbury-cathedral.org/visit/tour/#west

8. April 2014 | 00:29
von Konzilsblogteam
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!