Lippenstift ...
… und die antiautoritäre ErziehungAls ich den gestrigen Blog vorbereitete, schickte mir gerade ein Freund ein Mail mit der folgenden Geschichte und erklärt dazu: Es gibt eben Lehrer – und es gibt Erzieher!
Wie unlängst berichtet wurde, sah sich eine Privatschule in Washington mit einem einzigartigen Problem konfrontiert. Eine Zahl von 12-jährigen Mädchen begann, Lippenstift zu benutzen und sich auf der Toilette zu schminken. So weit, so gut!
Aber nachdem die Mädchen den Lippenstift aufgetragen hatten, drückten sie ihre Lippen gegen den Spiegel und hinterließen dort Dutzende von kleinen Abdrücken. Jeden Abend mußte der Mann von der Reinigungsfirma die Spuren beseitigen und am nächsten Tag hatten die Mädchen nichts Besseres zu tun, als neue Spuren zu verursachen. Der Putzmann erzählte dem Direktor von diesem Problem und sie beschlossen, daß etwas getan werden müsse.
Am nächsten Tag rief der Direktor alle Mädchen in die Toiletten, wo der Mann von der Reinigungsfirma auf sie wartete. Der Direktor erklärte den jungen Damen, daß ihre Lippenabdrücke für die Reinigungskräfte ein größeres Problem stellten, da sie jede Nacht die Spiegel zu putzen hätten. Um vorzuführen wie schwierig es ist, die Spiegel zu reinigen, bat der Direktor den Putzmann, den Mädchen an einem Fleck zu zeigen, wie viel Aufwand es erforderte, ihn wegzubekommen.
Der Mann nahm einen alten Putzlumpen, machte ihn in der Toilettenschüssel naß und begann, damit am Spiegel zu reiben…
Seitdem gab es keine Lippenabdrücke mehr auf den Spiegeln.——————————————————————————————Nochmals zur antiautoritären Erziehung: Sie bedeutet nicht, alles durchzulassen. Sondern die Folgen des Fehlverhaltens möglichst anschaulich spüren zu lassen. (Wenn ein Schüler eine Scheibe des Schulzimmers einschlug, gab es beim «Erfinder» dieses Konzepts kein Donnerwetter. Wenn es Winter war, wurde die Scheibe einfach nicht ersetzt – die Schüler froren, bis sie zu Einsicht kamen …..)
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