Linsenbühl IV
IVEin ebenso grosses Erlebnis wie das Gehen zur Rorate, wie das Eintreten in die heilig liturgische Welt, war dann die Rückkehr. Denn anders als bei der Schülermesse ging es nicht direkt zurück schon zur Schule, sondern so früh morgens gab es den Umweg über zuhause, ein Umweg, der geprägt war und ist vom Geschmack von frischen Gipfeli. Auf dem Weg vom Klosterplatz zurück lag auf dem höchsten Punkt der Verzweigung zweier Strassen, direkt am Wege, eine Bäckerei. Nun war es in diesen alten Zeiten nicht so, dass das Familiengeld jeden Tag für Leckereien gereicht hätte. Aber, und das war Familienabmachung, nach der Rorate gab es für jeden, der teilgenommen hatte, ein Gipfeli. Warmer Duft, die einmalige Verbindung mit der Konfi, die sonst so anders schmeckte, und eine gewisse Vorfreude auf Weihnachten, das bedeuteten diese Morgen. Und jedes Jahr kam er wieder der Advent, schuf Sicherheit, schuf Heimat.
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