Liberalität
Ich schreibe mal eine Serie zu Politica. Sie ist auch den Menschen in meiner Umgebung gewidmet, die sich gewundert haben, dass ich politisch in den letzten 20 Jahren tief in die Mitte gewandert bin, ja mich an gewissen Punkten sogar leicht mitterechts befinde.
Punkt 1Der Verlust an Autonomie des Bürgers, der Bürgerin. Ein alles bevormundender Staat will wissen, was uns zum Wohle dient. Das Ergebnis sind dann genau entmündigte Bürgerinnen und Bürger, die nicht mehr selber denken, sondern an möglichst vielen Zapfsäulen der staatlichen Segnungen hängen. Bürgerinnen und Bürger, die schreien, wenn ihnen Natur und Leben Widrigkeiten bereiten, ja sogar diese noch staatlich abgesichert haben wollen. Grässlich wirkt sich diese Fehlentwicklung aus etwa im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Unsere Pfadfinder waren noch stolz, wenn sie mal in ein rostiges Gerät traten oder fielen oder sich den Arm brachen. Das gehörte zur Freiheit, das war Freiheit. Heute würde man dafür wohl eingeklagt. Auch in der Gesundheitspolitik ist diese überspannte Erwartungshaltung der Bürger und Bürgerinnen, dass ihnen der Staat alles zu bieten und zu finanzieren habe, einer der Gründe (nebst den Fortschritten der medizinischen Forschung), dass die Finanzen aus dem Ruder laufen.
Conclusio: Mehr Autonomie für den denkenden Bürger, weniger Macht den Bürokraten!
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