Walter Ludin

«Laien»Theologen

Was wäre die Kirche ohne sie?Für alle, welche die Meldung noch nicht gelesen habe (vor allem für unsre nicht wenigen Freunde aus dem Ausland) hier ein Abschnitt der heutigen News:Für den Churer Generalvikar Martin Grichting sind Pastoralassistenten das «Opfer einer verfehlten Personal- und Ausbildungspolitik der Kirche in der Schweiz». Das Berufsbild der Pastoralassistenten sei für ihn gescheitert, bestätigte Grichting seine Aussagen in der Neuen Luzerner Zeitung (7. Januar) gegenüber der Presseagentur Kipa. Betreffend die Aufgabe der Laien bezieht sich Grichting auf die Konstitution «Lumen gentium» des Zweiten Vatikanischen Konzils.Viele der in der Pfarrei-Initiative formulierten «Selbstverständlichkeiten» wie Laienpredigt, Salbungen, Teilnahme am Hochgebet, stellten Übergriffe in den Bereich der Geweihten dar. Diese «Selbstverständlichkeiten würden» in die Forderung nach einer Priesterweihe münden, so Grichting. Aus der Sicht der Unterzeichner der Pfarrei-Initiative hiesse dies: «Wir wollen nicht mehr Laien sein, sondern Priester. Damit zeigt sich, dass der vollamtliche Laientheologe gescheitert ist.» Faktisch würden die Unterzeichner der Initiative auch selber zugeben, dass das Projekt Pastoralassistent gescheitert ist.»—————————————–Lieber Herr Generalvikar, schlagen Sie doch mal das Personalverzeichnis der dt.sprachigen Diözesen der Schweiz auf. Und streichen sie alle Mitarbeitenden, die nicht Priester sind. Sie werden sich grausen vor der gähnenden Leere vieler Seiten. Oder auch nicht: Für Sie zählt ja wohl nur die Lehre – (fiat dogma, pereat mundus; es lebe das Dogma, auch wenn die Kirche untergeht.

8. Januar 2013 | 01:36
von Walter Ludin
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