Kirche kommuniziert

Kräfte bündeln – mit einem Social Newsroom!

Die Kommunikation von Organisationen, seien es Kirchen, NPO oder NGOs, wird immer anspruchsvoller. Es gibt so viele Kanäle, die im Universum der Social Media bespielt werden sollten, dass dabei die Übersicht verloren geht. Die Lösung für dieses Problem ist ein «Corporate Newsroom». Marie-Christine Schindler, Expertin in Online-PR und strategische Kommunikation, hat kürzlich den Newsroom von kath.ch in Zürich besucht. Hier eine Auswahl von Einsichten aus dem Interview mit Charles Martig.

«Multichannel» ist in aller Munde: von der Webplattform über Facebook, Twitter, Instagram, YouTube und WhatsApp gibt es zahlreiche Kanäle und Formate, die eine Organisation zu bespielen und koordinieren hat. In Begegnung mit dem Direktor des Katholischen Medienzentrums zeigt sich, dass es dabei bestimmte Dinge zu beachten gilt.

Newsroom als Ort

Zuerst braucht es einen Ort, an dem Mitarbeitenden und Freiwillige zusammenarbeiten können. Das kann ein physischer Newsroom sein, in dem jeden Tag am Morgen die wichtigen Informationen zwischen Kanal- und Themenverantwortlichen ausgetauscht werden. 30 Minuten genügt in der Regel, damit alle Beteiligten «up to date» sind. Wer im Home-Office oder unterwegs ist, wird per Videokonferenz zugeschaltet, z.B. über Skype oder Microsoft Teams.

Newsroom als Plattform mit Tools

Dieser Ort kann aber auch eine technische Plattform sein. Das Katholische Medienzentrum hat gute Erfahrungen mit Trello gemacht, das bereits in seiner kostenfreien Variante sehr gut brauchbar ist. Hier können Themen, Termine und Verantwortlichkeiten koordiniert werden. Trello bietet zudem eine gelungene App fürs Smartphone.

Und was ist mit Social im Newsroom?

Der nächste Schritt ist ein Social Newsroom. Hier kommen die Aktivitäten auf den diversen Kanälen zusammen, werden sichtbar gemacht und koordiniert. kath.ch benutzt die API-Schnittstellen von Facebook und Twitter, um aktuelle Daten zu beziehen und damit das Community-Management zu gestalten. Kommentare können so effizient behandelt und freigegeben werden.

Social Media hat mit Dialog zu tun. Das bleibt stets eine Herausforderung. Obwohl das Katholische Medienzentrum  ein eigenständiges Social-Media-Kernteam hat, in dem 4 Leute mitarbeiten, gibt es immer auch Grenzerfahrungen. Besonders wenn sich Diskussionen auf Facebook bis Mitternacht hinziehen. Hier helfen Social-Media-Guidelines und interne Schulungen.

Der Ratschlag von Charles Martig an Organisationen, die sich auf den Aufbau eines Newsrooms einlassen, ist lesenswert. Allenfalls ist auch ein Besuch bei kath.ch angesagt.

Quelle:

Marie-Christine Schindler: Zu Besuch im Newsroom des Katholischen Medienzentrums im Gespräch mit Charles Martig, mcschindler.com, 11.9.2018.

Erste Tageseröffnung im neuen Newsroom | © Sylvia Stam
19. September 2018 | 09:05
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