«Konsequenter Rückwärtskurs»
Wie ein Papstfreund es siehtBenedikt XVI. verkörpere «einen konsequenten Rückwärtskurs» in der Kirche. Dies meint mein verehrter Kollege Thomas Seiterich im Publik-Forum. Ist es die perfide Einschätzung eines notorischen Papstkritikers?Nun, der notorische Hurra-Katholik Matthias Matussek teilt diese Auffassung, wenn auch aus ganz unterschiedlichen Motiven. Vor dem Papstbesuch schrieb er triumphierend, dieser werde «die Reformkatholiken ausser Gefecht setzen» (welch kriegerische – kriecherische? – Sprache!) Benedikt XVI. komme «nicht als Reformator» nach Deutschland, sondern als «grosse Widerstandsfigur» (gegen Reformen), prophezeite er vor dem Besuch. Er betreibe eine «vorsichtige Restauration»: «Er rettet, was zu retten ist, auch im Missionsland der Deutschen».Im Rückblick auf Madrid schreibt der SPIEGEL-Redaktor, der Papst habe dort das gesagt, was man in Deutschland «stur und rückwärtsgewandt» nenne. Wie wahr!
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