Walter Ludin

Kleine Herde ...

… oder?Im schon mehrfach zitierten Text von G. Denzler finde ich Gedanken, die meine Überlegungen von gestern indirekt weiterführen:
MITSCHKE-COLANDE, einst Mitarbeiter der Unternehmensberatung McKinsey, zuletzt Berater der Deutschen Bischofskonferenz und einzelne Bistümer, weiß um die schwere Krise, in der sich die Kirche – alle Kirchen – befinden. Er ist der Meinung: «Die Kirche steckt in der schwersten Krise der Nachkriegszeit…. Die Kirche habe sich immer verändert, sie muss sich auch jetzt verändern, wenn sie nicht jeden gesellschaftlichen Einfluß verlieren will.» Als Ausweg aus der gegenwärtigen Krise gibt es zwei Möglichkeiten:
(1) Die Kirche beharrt auf ihren Jahrhunderte alten Traditionen, sieht das Schrumpfen ihrer Mitgliederzahl als unausweichlich an, richtet sich auf eine kleine Herde ein und zieht sich zu ihrem eigenen Schutz in die Wagenburg zurück. Oder
(2) die Kirche überprüft ihre Lehraussagen, gibt vom Evangelium her neue Antworten auf Fragen unserer Zeit und geht mit missionarischem Engagement in die Offensive. Nur wenn die Kirchenautoritäten sich für die zweite Möglichkeit entschließen, meint Mitschke-Colande, können sie mit Zukunft rechnen.

14. April 2011 | 01:29
von Walter Ludin
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