Kirchenkrisen
Nicht gegeneinander ausspielenHier das Edito des neuesten Newsletters der Römisch-katholischen Zentralkonferenz/ RKZ (Für unsere ausländischen Freunde: Die RKZ ist der Dachverband der kath. Kantonalkirchen, die wiederum die Kirchgemeinden umfassen. Auf allen Ebenen werden die Güter und Gelder der Kirche DEMOKRATISCH verwaltet; was gewisse Hierarchen stört…) Dass die Kirche in der Krise steckt, ist – leider – zur beinahe selbstverständlichen Einleitung jeder Art von Standortbestimmung geworden, werde diese nun vom Papst, von Bischöfen, von engagierten Laien, von Religi-onssoziologen oder von Medienleuten vorgenommen. Und angesichts der Konsequenzen dieser Krise in Form von Glaubwürdigkeitsverlust, Rücktritten hochrangiger Würdenträger, Untersuchungskommissionen, steigen-den Kirchenaustrittszahlen (samt ihrer finanziellen Konsequenzen) fliesst der Satz von der «Krise als Chance» weniger leicht von den Lippen als auch schon. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr besteht darin, dass es beim «Krisengerede» bleibt und dass die Beteilig-ten ihre je eigene Sicht der Krise gegen andere Sichtweisen ausspielen: Die «Gotteskrise» gegen die «Führungs-krise», die «gesellschaftlichen» gegen die «hausgemachten» Ursachen der Krise, den «Gemeindemangel» gegen den «Priestermangel». So bitter und herausfordernd die Feststellung ist: Leider treffen all diese «Krisenbe-schreibungen» gleichzeitig zu, sie bedingen und verstärken sich gegenseitig. Woher soll man da Hoffnung und Zuversicht nehmen? Einerseits selbstverständlich aus dem Vertrauen auf Gott, der grösser ist als die Kirche. Andererseits vielleicht aus der Erkenntnis des Change-Managements, dass Veränderung gerade in fest gefügten Institutionen erst dann möglich wird, wenn das System erschüttert und instabil geworden ist. Allerdings erfordert der Neuaufbruch unter diesen Umständen erst recht den Willen aller, sich aufgrund einer gemeinsamen Sicht der Dinge auf Ziele zu verständigen und miteinander auf den Weg zu machen. Daniel Kosch Claudia Krummenacher David Zimmer
Ich verzichte auf einen Kommentar, hoffe aber, viele von Euch werden diese Zeilen kommentieren….Der informative Newsletter kann gratis abonniert werden:Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz
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