Kaum Aufregung über Kap. III
Am 6. und 7. November 1962 debattierten die Konzilsväter über das dritte Kapitel des Liturgieschemas. Die Artikel zu den Sakramenten und Sakramentalien verursachten kaum Aufregung, nur zum Firmritus und zur Krankensalbung gab es Meinungsverschiedenheiten.Einige Konzilsväter forderten die Heraufsetzung des Firmalters, damit gewährleistet sei, dass die das Sakrament empfangende Person auch seine Verantwortung als Christ übernehmen könne. Andere jedoch plädierten im Blick auf das Beispiel der Ostkirche dafür, das Sakrament der Firmung in Einheit mit den Sakramenten der Taufe und der Ersteucharistie zu spenden. Uneins waren die Konzilsväter auch hinsichtlich der Frage, ob die Firmung innerhalb der Eucharistie zu spenden sei oder nicht. Erwogen wurde bei einer grossen Anzahl von Personen sogar die «Möglichkeit einer kollektiven Sakramentenspendung» (A 2,163).Zur Krankensalbung behandelten die Konzilsväter die Frage, ob man an der «Letzten Ölung» festhalten solle oder in Treue zur Tradition der Schrift und der frühen Kirche zur Krankensalbung zurückkehren solle. Auch die Frage ob eine wiederholte Spendung der Krankensalbung möglich sein solle, nahm breiten Raum in der Konzilsaula ein.Im Ganzen aber dauerte die Debatte über die Sakramente und Sakramentalien kaum zwei Tage.(Birgit Jeggle-Merz)
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