Stephan Sigg

Kann ich dir helfen? Chat mit mir!

Was passiert, wenn jemand Ihre Homepage besucht? Auf der Homepage von Schweiz Tourismus werden Besucher mit einer Chat-Nachricht begrüsst: «Hallo und herzlich willkommen, gerne stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung.»

Wer die Homepage von Schweiz Tourismus www.myswitzerland.com besucht, wird nach einigen Sekunden mit einer Chat-Nachricht von «Heidi» begrüsst. Das Chat-Fenster blinkt und wartet auf Fragen: Ich teste den Service spontan, gebe mich als Tourist aus und stelle «Heidi» eine Frage. Und tatsächlich: In weniger als einer Minute bekomme ich eine hilfreiche und kompetente Antwort.
Natürlich: Es gibt mittlerweile technisch noch ausgefeiltere und «benutzerfreundlichere» Tools (z. B. könnte im Social Media-Zeitalter transparent gemacht werden, wer sich hinter dem «Nickname» verbirgt, etwa in Form eines Videochats oder des richtigen Namens mit Angaben zur Person oder Link zu einem Social Media-Profil). Doch ist die Geste hilfreich und sympathisch: «Wir haben registriert, dass Sie sich bei uns informieren. Wir wollen Ihnen helfend zur Seite stehen.»
Würde sich ein solcher Online-Service nicht auch auf kirchlichen Homepages gut machen? Z. B. dass eine Seelsorgerin / ein Seelsorger oder die Pfarreisekretärin / der Pfarreisekretär via Chat erreichbar ist? Ein Stück weit bietet das bereits die Internetseelsorge.ch an. Doch ich könnte mir vorstellen, dass gerade auch Pfarreien, kirchliche Organisationen oder Fachstellen mit einem solchen Tool ganz niederschwellig jedem Homepage-Besucher deutlich machen könnten: «Wir möchten Ihnen helfen, wir stehen für Sie zur Verfügung!»
Technisch lässt sich ein solches Angebot ohne grossen Aufwand einrichten. Anspruchsvoll ist hingegen die konkrete Abwicklung: Ein Instant-Chat-Service überzeugt nur dann, wenn ich auch innerhalb kurzer Zeit eine Antwort auf meine Frage bekomme. Wie kann garantiert werden, dass die Antwort nicht stunden- oder tagelang auf sich warten lässt? Wäre das eine Aufgabe für die Pfarreisekretärin?

24. März 2014 | 11:04
von Stephan Sigg
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