John A. Robinson
Gott ist anders (S.27):»Wenn nun die Atheisten recht haben mit ihren Behauptungen – nur dass dies genausowenig das Ende des Christentums bedeutet, wie der Zweifel an dem Gott ‘über der Welt’ den christlichen Glauben zu Fall brachte, der zu seiner Zeit als direkter Widerspruch zur Bibel erschienen sein muss? Wenn nun tatsächlich der Atheismus einen erdachten Gott beseitigt und wir ohne einen Gott ‘ausserhalb der Welt’ auskommen können und sogar müssen? Haben wir uns schon einmal klar gemacht, dass die Abschaffung eines solchen göttlichen Wesens in Zukunft der einzige Weg sein könnte, dem christlichen Glauben Sinn und Bedeutung zu erhalten?»
und dann (S.27f):»Dies ist kein besonders verlockendes Unternehmen. Man kommt sich dabei vor wie ein Kind, dass seine Eltern verloren hat. Man muss damit zwangsläufig missverstanden werden und auf Widerstand stossen, als wolle man … die Botschaft der Bibel verraten. Und dieses Vorhaben wird auf den Widerstand nicht nur der Fundamentalisten, sondern auch von neunzig Prozent des Kirchenvolkes stossen …»
Unglaublich, dies wurde 1963 von einem frommen Mann geschrieben. Natürlich erlebte er von und in seiner anglikanischen Kirche Ausgrenzung und Verstossung. Und nun stehen wir nach der Fox’schen Denkwende theologisch dumm in der Landschaft und erkennen, dass Robinson uns weit voraus war im Erkennen der Wahrheit. Da ist kein Gott «über» oder «ausserhalb» der Welt, sondern nur die Geistkraft des in der Welt immer immanten Wesens, das wir «Schöpfer-Gott» nennen, und das uns alle in unserer «Gottesebenbildlichkeit» heiligt.
Toll. Ich bleibe am Ball. Robinson und die Wege, die Spong aufgreifen wird.
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