Jesus hinterliess kein Kirchenrechtsbuch (Walbert Bühlmann)
«Jesus hatte den Seinen keine Staatsverfassung und kein Kirchenrechtsbuch hinterlassen, sondern ‹nur› eine Botschaft, einen Auftrag und den Heiligen Geist, damit sie selber suchen und ausprobieren, was von Fall zu Fall richtig ist.»
So schrieb mein verehrter Mitbruder Walbert Bühlmann vor elf Jahren in seinem letzten Buch «Die Zeit des Regenbogens». Ich zitiere diesen Satz als Beitrag zu den Diskussionen, die auf meinem Blog im Verlaufe der letzten Woche geführt wurden.
Und weiter: «Diese Freiheit vom Gesetz dürfte auch heute, angesichts der Überwucherung von Strukturen in den Zentren überlegt und von der Basis in Anspruch genommen werden.» Erstaunliche Worte eines 87jährigen Kapuziners!
In einer Fussnote verweist Walbert auf das Buch von Hermann-Josef Venetz «So fing es mit der Kirche an». Es trifft sich, dass Hermann seine damaligen Überlegungen im soeben erschienen Franziskuskalender 2015 aufgenommen und weitergeführt hat unter dem Titel «Der Anfangszauber der Kirche»:
http://www.kapuziner.ch/franziskuskalender
Ich hoffe, Ihr habt Zeit, diesen Beitrag zu lesen. Höchst lohnenswert!
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