Israels Rache
«Die Entführung und Tötung von drei jugendlichen Siedlerkolonisten in der Westbank ist zu verurteilen.» Dies schreibt der Vorstand der Gesellschaft Schweiz-Palästina. Jeder vernünftige Mensch wird diese Aussage unterschreiben. Aber nicht alle haben auch ein Auge auf die Untaten der Gegenseite. Immerhin hat vorgestern Tages-Anzeiger unter dem Titel «Israel setzt nur auf Gewalt» daran erinnert, dass allein während der der «Such- und Strafaktionen» bereits sechs Palästinenser getötet wurden, darunter auch Jugendliche.
Weiter heisst es im Newsletter der Gesellschaft Schweiz-Palästina: «1’500 Wohnungen von PalästinenserInnen wurden – verteilt über die ganze Westbank und meist mitten in der Nacht – durchsucht und geplündert. Mehr als 570 Palästinenser wurden in den vergangenen zwei Wochen entführt, was inzwischen die Zahl auf mehr als 6’000 in israelischen Gefängnissen «eingelagerte» Palästinenser ergibt. (…)
Die flächendeckende Verhaftung von Hunderten Palästinensern ohne gerichtliche Anklage sowie die Zerstörung von Dutzenden von Häusern von Familien ist als Kollektivstrafe völkerrechtlich geächtet.»
Wie oft hat sich Israel über das Völkerrecht hinweggesetzt? Und vor allem auch: Ausgerechnet die «frömmsten»/fundamentalistischen Juden vergessen den Grundsatz der Bibel: «Gott spricht: ‹Mein ist die Rache.›»
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


