Heinz Angehrn

In memoriam Teil II

Zunächst zum Schreibenden, sprich damals zu Weihenden. In der Fachliteratur ist dieses Phänomen inzwischen seriös und auch gut begründet vorgestellt worden. Es tönt allerdings etwas anders, wenn es mit einer Biographie und damit einem prallen Leben gefüllt wird.
Stellen Sie Sich vor: Sie sind 18-19 Jahre alt und Einzelkind. Hatten Ihre Eltern so mitten in der tiefsten Pubertät noch Freude, dass Sie nicht Freundinnen jeder Art an- und abgeschleppt hatten, so wächst nun ganz langsam, subtil und sacht in den intimeren Familiengesprächen der Gedanke heran, dass es nun an der Zeit wäre, dass der Sohnemann sich an das andere Geschlecht heranwagt, da man (Mutter/Vater) so seine Träume und Hoffnungen für die Zukunft hat, Träume, an deren Ende Enkelkinder stehen sollten. Sanftes Erschrecken auf diese Erkenntnis, innere Beschämung und das Suchen, wie dieser unangenehmen Situation ausgewichen werden könnte.
Da überlegt sich der junge Mann dann schon, welche Vorteile der Pflichtzölibat der katholischen Priester bietet. Auf einen Schlag wäre dieses Problem beseitigt. Keine Fragen mehr und eine die Familie ehrende Lösung. Why not?

16. Dezember 2010 | 09:34
von Heinz Angehrn
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