Hoch spannendes Erlebnis
Letzten Freitag: Grosses Sinfoniekonzert in SG. Nach der Pause Dvoraks himmlische Neunte. Orchester und Dirigent (Otto Tausk, ein Holländer) blieben uns nichts schuldig. Wir schwebten dreiviertel Stunden auf Wolke Sieben plus.
Vor der Pause aber: Schostakowitschs erstes Cello-Konzert mit der Solistin Tanja Tetzlaff (eben erst Mama geworden und von uns eine Stunde nach ihrem Auftritt entdeckt, wie sie in nun ganz einfachem Gewande ihr Baby wiegte, das von Oma während ihres Auftritts betreut wurde – das das geht, wir wissen es ja bspw. von Frau Nadelmann, ist immer wieder beachtlich):
a) In späteren Zeiten wird man wohl Dmitri S. (das Konzert beginnt mit D-S-C-H) als einen der grossen, weil tief im 20.Jh. melodischen und im Grenzbereich zur U-Musik driftenden, aber nie flachen, Komponisten dieses Jahrhunderts nennen.b) Das Konzert ist eine von Rostropowitsch geistig mitbefruchtete grosse Auseinandersetzung mit der Kulturbürokratie der UdSSR und macht trotz dieser Grundidee immer Freude.c) Der langsame Satz, das Moderato, ist unglaublich schön und hält mit dem des Klavierkonzerts in F-Dur völlig mit.
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