Walter Ludin

Hass und Gewalt gegen Terroristen führen nicht weiter (Schwester Ruth Pfau)

«Ich bin nicht blauäugig: Ich habe persönliche Erfahrungen mit Terroristen. Aber ich bin überzeugt: Diese Strategie der ‹Ausrottung der Bösen› ist gefährlich. Und kontrapoduktiv.»
So schrieb die bekannte, in Pakistan wirkende Missionsärztin Ruth Pfau. Ihr Buch von 2003 kam mir «zufällig» wieder in die Hände. Die ersten paar Seiten sind dem Thema Terror/Gewalt(freiheit) gewidmet. Das Thema, das ich vor einigen Tagen hier angeschnitten habe, lässt mich also nicht mehr los. (Ich danke Kari für seine Entgegnungen und Präzisierungen …)
Weiter im Text von Sr. Ruth, die erzählt, wie sie Terroristen begegnete, die lärmend und drohend durch den Ort fuhren: «Nachdem wir die ersten Sätze mit diesen Kalaschnikow-fuchtelnden jungen Männern ausgetauscht hatten, haben sie nie wieder versucht, auf uns zu schiessen. Wenn man im andern das Du entdeckt, ist dem Hass der Boden unter den Füssen entzogen.«
Über den «Friedens»-Einsatz der US-Truppen im benachbarten Afghanistan: «Der Solidarisierungseffekt mit den Taliban kam erst durch die unnötig lang andauernde Flächenbombardierung und das dadurch verursachte unbeschreibliche Leid der Zivilbevölkerung.»
Wie weiter: «Mit einer Strategie von Gewalt und Krieg kann man keinen dauerhaften Frieden schaffen.
Darum: «Die Ursachen erforschen, in die Friedensforschung investieren». Ich füge hinzu: Statt in Kampfflugzeuge …
Quelle: Das Herz hat seine Gründe. Mein Weg. Herder 2003

20. Oktober 2013 | 01:36
von Walter Ludin
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