Walter Ludin

Handy, Smartphone & Co: uncool?

Mitte Juli, Leipzig in der Sommerhitze: Auf einem schattigen Platz sitzen etwa zwei Dutzend Jugendliche. Jeder und jede starrt auf ein elektronisches Gerät. Bereiten sie sich auf die Examen vor? Was auch immer, kein einziger hat ein Buch oder sonst ein Printprodukt in der Hand.

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Szenenwechsel: Eines Freitags kommt mir im Zug das Magazin «Friday» in die Hände, von der Redaktion «20minten» herausgegeben. Es ist voll auf Kommerz ausgerichtet – angepriesen werden z.B. Flipflops für rund 100 Franken. Immerhin hat sich ein lesenswerter Artikel ins Heft geschlichen. Titel: «Ich will mich wieder langweilen».

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Die junge Autorin träumt davon, nicht immer und überall und jederzeit ein elektronisches Gerät bei sich zu haben, das sie dauernd mit Infos und Bildern versorgt. Sie schreibt: «Ich will mir aktiv Gedanken machen … Ich will gähnende Leere in meinem Kopf, damit mehr Eigenes darin Platz hat.»

Der Artikel bestätigt meine These, die ich schon einige Jahre mit mir trage: Handy & Co werden bei den Jugendlichen eines nicht sehr fernen Tages als uncool gelten.

PS: Kath.ch titelte am 21. September ihre Vorschau über das Treffen von Jungwacht/Blauring/Jubla: «10’000 Jubla-Kinder testen am Wochenende in Bern den Handynotstand». Im Artikel heisst es: «10’000 Kinder und Jugendliche reisen am kommenden Wochenende ans «Jublaversum» nach Bern.  An diesem  Grossanlass erfahren Kinder und Jugendliche anhand einer phantastischen Geschichte, wie farbig die Welt aussieht, wenn man nicht nur via Smartphone kommuniziert.»

Mann auf Wiese © Walter Ludin
4. Oktober 2016 | 00:54
von Walter Ludin
Lesezeit : ca. 1  Min.
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